Bio-Kleidung mit Zutatenliste – nachhaltige Socken aus transparentem Produktionsprozess

Baumwollernte in Griechenland

Baumwollernte in Griechenland (Quelle: Stefan Hechberger)

Was für Lebensmittel längst Standard ist, ist für Bekleidung noch undenkbar: Kennzeichnungspflicht über die komplette textile Kette hinweg. Dies will nun das Start-Up Sock Up your Life ändern und fängt mit Socken an. Von der Baumwolle aus Griechenland bis zur Strickerei in Deutschland.

Kritik an mangelnder Transparenz bei der Textilindustrie

Das Textilkennzeichnungsgesetz verlangt lediglich Angaben über die genutzten Fasern. Diese finden sich auf dem eingenähten Etikett. Herkunft, verwendete Hilfsstoffe oder die Arbeitsbedingungen, unter denen die Textilien hergestellt wurden, müssen nicht veröffentlicht werden. Genau das ist jedoch das Ziel von „Sock Up Your Life“. Im Gespräch mit Transitionsblog erklärt Stefan Hechberger, einer der Gründer, die Ziele der Crowdfunding-Initiative.

Transitionsblog: Wie kam es zu der Idee faire Öko-Socken zu produzieren? Du schreibst über dich, dass du ja eigentlich am liebsten die Socken deiner Oma trägst.

Hechberger: Die Idee kam beim Mittagessen. Vor uns lag eine Lebensmittelverpackung mit dem Aufdruck der Zutaten und des Herkunftsortes. Wir haben uns dann gefragt, ob diese Transparenz vielleicht auch für Kleidung umsetzbar ist. Eine kurze Recherche hat ergeben, dass selbst namhafte Hersteller von Bio-Klamotten das nicht anbieten. Und schon war unser Ehrgeiz geweckt!

Es stimmt, dass ich sehr oft die selbstgestrickten Socken meiner Oma trage. Diese sind schon aus ideeller Sicht unschlagbar. Dennoch gibt es - insbesondere im beruflichen Umfeld - Situationen, in denen man keine bunten Wollsocken tragen kann. Für diesen Fall gibt es unsere nachhaltigen Socken im Crowdfunding.