Erfahrungsbericht - ökologische Holzvergaser als Campingkocher

Campingkocher als Holzvergaser auch für aufwändige Gerichte

Praxistest von einem Holzvergaser-Campingkocher. Taugen Holzkocher fürs Camping? Ein Erfahrungsbericht aus der Outdoor-Küche. Vor meinem letzten Urlaub habe ich mir diesen diesen Holzvergaserkocher gekauft. Nach einer Woche Camping hier mein Fazit zu diesem Kocher.

Warum ein Holzgaskocher?

Früher habe ich mir oft Hobo-Kocher gebaut. Diese waren zwar schnell gebaut, hatten aber viele Nachteile. Sie qualmten stark und es war notwendig, ständig Brennholz nachzufüllen. Durch den sperrigen Aufbau aus einer großen Konservendose waren sie auch zu groß, um sie im Rucksack zu transportieren. Aus diesen Gründen wurde ich neugierig auf Holzvergaser mit kleinem Packmaß und besseren Kocheigenschaften. Den Unterschied von einem Campingkocher als Holzvergaser und einem Hobo-Kocher habe ich hier  beschrieben.

Vorteile von Holzkochern

Packmaße / Gewicht

Wie schon gesagt ist der Transport für mich entscheidend. Ich bin viel mit dem Rucksack in der Natur unterwegs und möchte mich nicht mit Brennstoffflaschen oder Gaskartuschen belasten. Der getestete Holzvergaser hat im zusammengebauten Zustand einem flachen Zylinder von 13,5cm Durchmesser und einer Höhe von 7cm. Komplett wiegt er 357g. Hobo-Kocher sind sehr viel leichter, aber sperriger.

Holz als Brennmaterial

Holz als Brennmaterial habe ich in der Umgebung gesammelt. Hauptbrennstoff waren meine Wanderstöcke, die ich mit dem Leatherman in 8cm lange Stücke gesägt habe und diese anschließend geviertelt wurden. Um diese zu entzünden braucht es Rinde, kleine Äste und Späne. Besonders bei Nadelbäumen war dies kein Problem. Abgestorbene und trockene Äste sind bei ihnen in den untersten Astansätzen leicht zu finden.

Holz, Birkenrinde als Brennstoff für Holzvergaser Campingkocher Foto: Brennstoff für eine Kocherfüllung

Lange Kochdauer

Wenn der Kocher einmal brennt, dann brennt er auch – auch ohne dass ständig neues Brennholz nachgelegt wird. Deswegen habe ich die unteren 8cm auch immer mit Hartholz als kleine Scheite dicht an dich gelegt. Darüber dann ein Startfeuer, welches sich langsam nach unten durchbrannte, bis die Pyrolyse einsetzt. Mit diesem Aufbau waren Brenndauern von 45min bis 1h kein Problem. Oft habe ich nach dem Kochen den Holzkocher als Starthilfe für ein Lagerfeuer benutzt.